Tipps, wie richtiges Heizen Geld spart – Teil 2

Heizkörper entlüften, Heizung warten

Eine regelmäßige Wartung der Heizung (je nach Größe alle 1 bis 2 Jahre) kann durchaus Energie sparen helfen: wie beim Automotor gibt es an einer Heizung Dinge, die sich verstellen oder verschleißen – nach Abhilfe läuft sie wieder rund und sparsam. Wenn Heizkörper gluckernde Geräusche abgeben und/oder nicht mehr richtig warm werden, besteht Handlungsbedarf. Denn bei Luftblasen im Heizsystem kann das Wasser nicht mehr ausreichend zirkulieren und für eine effektive Wärmeverteilung sorgen.

Daher sollten die Heizkörper von Zeit zu Zeit entlüftet werden. Achtung: hierbei gilt es Regeln zu beachten, da bei unsachgemäßer Entlüftung die Heizung nur noch mehr oder schneller Luft zieht.

Richtiges Entlüften

1. Direkt nach dem Entlüften muss Wasser in der Heizung nachgefüllt werden, da sonst der Druck im System absinkt und die Heizung neue Luft zieht.

2. Die Heizung sollte beim Entlüften und Nachfüllen ausgeschaltet sein (zumindest die Pumpe), da sonst die Gefahr besteht, dass die vorhandene Luft nicht entweicht, sondern durchs System gequirlt wird – oder die Heizung gar während des Vorgangs neue Luft zieht. Dieser Vorgang Entlüften/Nachfüllen muss unter Umständen ein paar Mal wiederholt werden, bis die ganze Luft draußen ist und der Druck wieder stimmt.

Öl günstig einkaufen

Laut Statistischem Bundesamt heizen rund zehn Millionen deutsche Haushalte mit Heizöl. Viele von ihnen brauchen im Winter dringend Öl. Sie können mit der Bestellung nicht mehr lange abwarten, weil der Tank leer ist.

1. Preise vergleichen. Preisinformationen liefern verschiedene Heizölportale. Zwei sind laut dem Verbraucherratgeber Finanztip gut und liefern bei allen Testprofilen gute Ergebnisse: Heizöl24 und Esyoil. Ölkunden können die Angebote auf diesen beiden Portalen vergleichen. Wann der beste Zeitpunkt ist, Heizöl günstig zu kaufen, lässt sich aber nicht vorhersagen. Am besten ist es, wenn Verbraucher den Kauf drei bis vier Wochen im Voraus planen können, da kurzfristige Lieferungen teuer werden können. Zuschläge von 100 Euro und mehr sind möglich.

2. Größere Mengen bestellen. Sparen kann auch, wer größere Mengen ordert. Wer so viel wie möglich bestellt, zahlt deutlich weniger. Am stärksten wirkt der Mengenrabatt bei Bestellungen bis 3000 Liter. Bezogen auf den Preis pro Liter kann eine 3000-Liter-Bestellung etwa 13 bis 17 Prozent weniger als eine 1000-Liter-Bestellung kosten. Bei noch größeren Bestellungen fällt der Mengenrabatt wohl nicht mehr so stark ins Gewicht. Sammelbestellungen von mehreren Haushalten lohnen sich deshalb nicht unbedingt, da die Händler hierfür Preisaufschläge verlangen.

Gaskosten senken

„Besonders Gaskunden profitieren von einem intensiven Wettbewerb der Anbieter“, sagt Oliver Bohr, Geschäftsführer des Vergleichsportals Check24.de. Im Oktober kosteten 20.000 kWh Gas in der Grundversorgung durchschnittlich 1388 Euro. Wechselten Verbraucher dagegen zu einem der zehn günstigsten Alternativanbieter, kostete die gleiche Menge Gas im Durchschnitt nur 896 Euro – eine Ersparnis von 35 Prozent.

Rechtzeitig Modernisierung planen

Wenn ein Heizkessel älter als 20-25 Jahre ist, können Eigentümer über einen Austausch nachdenken. Denn seither ist die Heiztechnik deutlich effizienter geworden. So spart zum Beispiel ein Öl-Brennwertkessel im Vergleich zu einem alten Standardkessel bis zu 30 Prozent Brennstoff ein, im Vergleich zu einem Niedertemperaturkessel bis zu 15 Prozent. Noch größere Einsparungen ermöglicht die zusätzliche Einbindung erneuerbarer Energie, etwa durch eine Solarthermie-Anlage oder eine Wärmepumpe. Allerdings müssen die Kosten der Erneuerung dagegen gerechnet werden, deshalb rechnet sich der Austausch einer Heizung „einfach so“ oder „um modern zu sein“ praktisch nie.

Schluss mit Zugluft

Selbst wenn Sie alles bislang Geschriebene beherzigen, werden Sie nicht viel Heizkosten sparen können, wenn die Wärme gleich wieder durch Türritzen oder undichte Fenster entweicht. Heizung hochdrehen bringt hier meist wenig – außer einer höheren Heizkostenrechnung. In vielen Fällen lässt sich die Zugluft mit einfachen Mitteln stoppen. Betroffen sind vor allem ältere Gebäude. Häufig sind undichte Fenster und Türen schuld. Schnelle Maßnahmen:

– Schließt ein Flügel nicht mehr richtig, dann sollte er vom Bauschreiner nachjustiert werden.

– Undichte Fugen zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen oder zwischen Fensterrahmen und Fensterbank können mit Silikon oder Acryl abgedichtet werden.

– Sind die Dichtungen porös geworden, so lassen sie sich bei Holz- und Metallfenstern mit selbstklebenden Dichtungsbändern erneuern oder ergänzen. Besonders günstig sind Schaumstoffdichtungsbänder, Gummidichtungen sind jedoch haltbarer und funktionieren einfach besser.

– Beide gibt es in vielen unterschiedlichen Stärken. Die notwendige Stärke kann man zuhause mit einem Stück Filz, Schaumstoff oder mit Plastikfolie umwickelter Knetmasse testen.

Einfacher Trick für die Tür: Zugluftstopper oder Bürstendichtung

Ein Spalt unter einer Tür lässt sich oft vergleichsweise einfach beheben, wenn sich im Scharnier eine oder mehrere Unterlegscheiben befinden:

– Oft lohnt sich ganz einfach der Test, ob die Tür auch mit einer Scheibe weniger ohne zu schleifen auf und zu geht.

– Alternativ kann eine Lippendichtung auf den Boden aufgeklebt oder eine Dichtung in das Türblatt eingebaut werden. Dichtungsschienen gibt es auch zum Aufkleben. Gängig sind Modelle mit Bürsten. Sie gleichen auch Unebenheiten im Bodenbelag unsichtbar aus. Die Borsten sind je nach Auslegung für einen glatten oder einen textilen Belag mehr oder weniger starr.

– Flexibel einsetzbar, günstig und dekorativ ist ein textiler, schlauchförmiger Zugluftstopper – der berühmtberüchtigte Fenster- oder Türen-Dackel. Er muss den kompletten Türspalt abdecken. Das ist zum einen Geschmacksache, zum anderen muss der Stopper immer wenn die Tür geöffnet und wieder geschlossen wird neu in Position gebracht werden (was von der anderen Seite aus schwierig sein kann).

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